Die Kirche
zu Deutscheinsiedel
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Unsere Dorfkirche wurde am 25. 09. 1905 nach zweijähriger Bauzeit unter dem
Patronat derer von Schönberg zu Purschenstein eingeweiht.
Erbaut als Auferstehungskirche unter dem Architekten Woldemar Kandler ist sie im Stil der Zeit
mit Spruch, Symbolen und üppiger Ornamentmalerei geschmückt gewesen.
Die Altar- und Kanzelbilder wurden von Prof. Walther im Stil der Nazarener gemalt.
(von ihm stammt auch der Fürstenzug in Dresden) Das Altarbild stellt den auferstandenen
Christus dar. Der genaue Betrachter kann das zerrissene „ Siegel des Todes“ erkennen.
Die beiden Kanzelbilder zeigen Jesus im Gespräch mit dem Gelehrten Nicodemus und mit
Maria von Bethanien.
Die schlichten Bleiglasfenster wurden von den Vereinen und Gruppen des Dorfes
gestiftet. So geben die Inschriften an den Fenstern Einblick in das rege Vereinsleben
unseres Dorfes in jener Zeit. Dabei betonen die beiden farbintensivsten Fenster den Altarraum.
Mit Weinranken und Ähren erinnern sie an die Abendmahlsgemeinschaft.
1954 fand die erste große Innenrenovierung statt, bei der die ursprüngliche Bemalung
verschwand. Die Kirche wurde in schlichtem Weiß ausgemalt. Auch Altar , Kanzel,
Taufstein, Lesepult und Bänke wurden in blau-, grau- und weißtönen gestrichen.
Der gläserne Kronleuchter wurde 1960 aus Ebersbach gekauft.
Neben der Eingangstür befinden sich zwei geschnitzte Holztafeln mit den Namen
der Männer des Dorfes, die in den beiden Kriegen gefallen sind. Sie wurden von Handwerkern des
Dorfes hergestellt.
1978 wurde die Sakristei zu einem Gemeinderaum erweitert und ist Versammlungsort
für sämtliche Gemeindegruppen.
Ein besonderes Kleinod ist die von den Gebrüdern Jehmlich aus Dresden 1905 gebaute Orgel.
Mit ihrem bemalten Freipfeifenprospekt ist sie noch in der originalen Gestalt zu sehen. Sie
erklingt regelmäßig zu Gottesdiensten und Konzerten.
Die Kirchenglocken aus Bronze wurden in beiden Kriegen eingeschmolzen; das jetzige
Geläut besteht aus Eisenhartguss und ruft seit 1955 zu Gebet und Gottesdienst.
Zur 100. Kirchweih wurde die farbliche Gestaltung der Kirche an die ursprüngliche
Fassung von 1905 angelehnt, auch wenn eine genaue Wiederherstellung nicht möglich war.