Die Kirche zu Deutschneudorf © 2012 www.bernsteinzimmerdorf.de EZV Deutschneudorf Nach dem Dreißigjährigem Krieg verließen viele Evangelische ihre böhmische Heimat und kamen als Exulanten nach Sachsen. Einige der Exulantenfamilien siedelten sich hier an der Schweinitz an. Daraus entstand die Gemeinde Deutschneudorf. Zur Kirche mussten sie den beschwerlichen Weg nach Neuhausen und wollten bald eine eigene Kirche. So wurde diese Kirche mit Unterstützung der Herrschaft Purschenstein nach 2 Jahren Bauzeit am 10.Juli 1736 geweiht. Über den Grundriss eines länglichen Achtecks wurden die Bruchsteinmauern mit den Korbbogenfenstern errichtet. Sie tragen das hohe Dach mit dem Dachreiter. Zwei Sprüche geben in verschlüsselter Form die Jahreszahlen der Grundsteinlegung und der Kirchenweihe wieder. Gleichzeitig sind sie auch ein Dank an die Patronatsherren derer von Schönberg zu Purschenstein. 1794 schenkte der Zolleinnehmer Böhme der Kirche ein großes geschnitztes Kruzifix, das neben dem Altar aufgestellt wurde. 1800 wurde ein Pfarrhaus gebaut und die Gemeinde erhielt einen eigenen Pfarrer. Damit wurde auch die Kirche intensiver genutzt. 1821 entstand ein Tauftisch. Die beiden Bronzeglocken wurden 1869 durch ein Dreiergeläut aus Stahlguss  ersetzt. 1876 musste die Kirche den gewachsenen Bedürfnissen angepasst werden. So wurde die Kanzel in den Altar eingeschnitten, die beiden Emporen zu einer breiten und weit nach vorn  reichenden Empor umgebaut und der Orgelchor verbreitert. Dabei wurden die ursprünglichen gedrechselten Balustern wieder verwendet. Die erste Orgel wurde 1757 eingebaut. 1902 wurde dann eine Jehmlich- Orgel eingebaut, die auch jetzt  noch in unserer Kirche zu hören ist. Bei einer umfassenden Renovierung 1960 wurde  die farbliche Fassung von 1736 wieder hergestellt. So erscheint die Kirche in schlichtem weiß- grau- blau- gold. Die letzte umfassende Erneuerung war 1984- 1986, und wurde mit Respekt vor dem, was frühere Generationen schufen, und mit dem Wissen um die Bedürfnisse der jetzt Lebenden durchgeführt.   All diese baulichen Veränderungen sind auch ein Zeichen dafür, dass sich in dieser Kirche immer Gottes Gemeinde traf und trifft. Gerade in ihrer Schlichtheit gibt diese Kirche Raum zur Ruhe zu kommen und in der Ruhe Gott zu begegnen; und so gestärkt wieder in den Alltag zu gehen.